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Petri Virtanen: “Ich fühle mich in Kostroma wie zu Hause”
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Vor einigen Jahren kam Petri Virtanen nach Russland, um die Position des Ersten Vizepräsidenten von Specta zu übernehmen. Ist die russische Kleinstadt inzwischen zur Heimat von Herrn Virtanen geworden und ist er vom besonderen nationalen Charakter Russlands erfüllt worden? Dazu mehr in unserem Interview.

Petri, Sie leben seit drei Jahren in Kostroma – haben Sie in der Stadt Ihre Lieblingsorte gefunden, fühlen Sie sich mit ihr verbunden?
Ich wohne gerne hier, besonders im Sommer. Kostroma ist eine sehr sympathische Stadt. Ich liebe die Wolga, ich gehe gerne am Wochenende entlang der Uferpromenade spazieren.

Aber vermissen Sie Ihre Heimat? Vielleicht gibt es etwas in Kostroma, dass die Stadt mit Finnland verwandt macht?
Ja, ich vermisse meine Heimat, meine Familie und meine Freunde. Ich vermisse mein Sommerhaus. In Finnland lebe ich in meinem eigenen Haus außerhalb der Stadt und in Kostroma habe ich eine Wohnung im Zentrum, so dass meine Lebensbedingungen anders sind. Ich komme aus der kleinen Stadt Lahti, Kostroma ist viel größer. Ich war jedoch angenehm überrascht vom Wetter – das Klima hier erinnert an Finnland. Lange, dunkle, kalte Winter und wunderschöne kurze Sommer. Dadurch fühle ich mich in Kostroma wie zu Hause.

Als Sie das erste Mal in Russland ankamen, beklagten Sie sich darüber, dass Sie die Sprache nicht beherrschen. Haben Sie während dieser Zeit Fortschritte beim Erlernen der russischen Sprache gemacht?
Als Sie das erste Mal in Russland ankamen, beklagten Sie sich darüber, dass Sie die Sprache nicht beherrschen. Haben Sie während dieser Zeit Fortschritte beim Erlernen der russischen Sprache gemacht?

War Ihre Familie schon mal in Kostroma? Wollten sie nicht zu Ihnen ziehen?
Die Familie kam mehrmals nach Russland, aber bisher haben sie keine Pläne nach Kostroma zu ziehen. Die Töchter lernen in Finnland und meine Frau arbeitet dort.

Soweit wir wissen, sind Sie und Ihre Frau Ingenieure, Sie müssen die Technik lieben. Haben Ihre Kinder nicht vor in Ihre Fußstapfen zu treten?
Ich bin ganz sicher, dass meine Töchter keine Ingenieure werden; sie lernen gerne Sprachen. Ich bin sehr stolz auf sie und wovon auch immer sie träumen, ich werde sie immer unterstützen. Es ist mir wichtig, dass sie die Berufe wählen, die sie wirklich mögen.

Apropos Lieblingsbeschäftigungen. Sie haben ein Hobby – die Restaurierung von Oldtimern. Wollten Sie nicht einen legendären sowjetischen Oldtimer in Russland erwerben, zum Beispiel einen “Pobeda”?
Ja, ich liebe alte Autos, aber leider habe ich fast keine Zeit, um sie zu restaurieren. Es gibt viele gute alte sowjetische Oldtimer, der “Pobeda” ist gut, aber ich würde noch lieber einen alten “Tschaika” kaufen. Obwohl mir ein alter “Lada” auch gefällt!

VW Karmann Ghia Jahr 1973
Ford Galaxie XL 500 Jahr 1969

Sie reisen viel bei der Arbeit und besuchen verschiedene Länder. Welche Länder sind Ihrer Meinung nach die günstigsten für den Aufbau eines Unternehmens und welche sind einfach gut zum Leben?
Ich lebte in Estland, in der Slowakei, in Ungarn und jetzt in Russland. Ich mochte Ungarn – ein tolles Klima und eine sehr gute Lage im Herzen Europas, mit einer guten Anbindung an viele europäische Städte. Aber ich muss sagen, dass mich mit all den Ländern, die ich besucht habe, positive Emotionen verbinde. Wahrscheinlich geschieht dies dank der Menschen, die dich umgeben – sie machen jede Stadt komfortabel zum Leben und Arbeiten. Was das geschäftliche Umfeld betrifft, so denke ich, dass Russland ein wunderbares Land für alle Unternehmungen ist. Es ist riesig und es gibt hier so viele Möglichkeiten.

Es gibt viele Möglichkeiten, aber was ist mit der Mentalität? Wir in Russland zitieren Tjuttschews Zeilen “Russland ist nie mit dem Verstand zu fassen” bei jeder Gelegenheit und weisen darauf hin, dass hier alles anders ist. Als Sie nach Russland kamen, haben Sie dieses “Außergewöhnliche” gespürt?
Ich würde nicht sagen, dass das Leben in Russland sich von dem Leben in den Ländern, in denen ich lebte, unterscheidet. Mir gefällt es hier sehr gut, das russische Volk ist sehr freundlich. Russland ist ein riesiges multinationales Land mit einem vielfältigen Klima und manchmal muss man einen weiten Weg zurücklegen, um etwas zu erreichen.

Seit Ihrer Ankunft in Russland ist das Unternehmen gewachsen – was hat sich geändert?
Wir haben neue Kunden und neue Mitarbeiter, was bedeutet, dass wir viel Arbeit in die Verbesserung unserer Prozesse investiert haben. Jeden Tag machen wir Verbesserungen, jeden Tag streben wir danach, immer besser zu werden.

Und wer ist der Initiator dieser Verbesserungen? Inwieweit ist das Management offen für neue Ideen von Mitarbeitern, nicht von Führungskräften?
Ich bin überzeugt, dass die brillantesten Ideen von den Menschen kommen, die direkt mit den Kunden und in der Produktion arbeiten: Diese Mitarbeiter können sich Möglichkeiten zur Verbesserung der Arbeitsbedingungen vorstellen, unabhängig davon, wie Gesundheits- und Sicherheitsfragen angegangen werden oder wie Geschäftsprozesse verbessert werden. Ich kann mit Sicherheit sagen, dass das Top-Management unseres Unternehmens immer offen für Ideen ist.

Man kann also sagen, dass Specta den Geist zu Freiheit und Demokratie auf allen Ebenen hat?
Ich möchte glauben, dass mein Führungsstil den Geist der Freiheit und Demokratie unterstützt. Freiheit und Demokratie bedeutet für mich auch, dass wir uns von gemeinsamen Prinzipien und Regeln leiten lassen. Es scheint mir, dass, wenn jeder von uns jeden Tag alles in seiner Macht Stehende tut, wir gute Ergebnisse erzielen werden. Dieser Ansatz unterstützt die Philosophie der Teamarbeit, die es uns ermöglicht, effektiv zusammenzuarbeiten.

Jedes große Unternehmen hat seine eigene Atmosphäre, seinen eigenen “Charakter”. Wie würden Sie diese besondere “Aura” von Specta beschreiben??
Specta ist etwas Besonderes, unser “Geist” ist harte Arbeit und unternehmerisches Handeln. Wir haben ein gutes und starkes Team, das sich um die Entwicklung des Unternehmens bemüht.

Was ist Ihrer Meinung nach wichtiger für eine erfolgreiche Karriere – Glück oder Fehler? Erinnern Sie sich an Ihre “Fehler”, die Ihnen geholfen haben, sich in der Zukunft professionell zu entwickeln?
Ich habe nie gedacht, dass “Titel” und “Ränge” wichtig sind – am wichtigsten ist die harte Arbeit, die dich herausfordert. Das motiviert. Ein- oder zweimal in meinem Leben musste ich mich in eine Position zurückversetzen und jedes Mal, wenn ich es tat, weil ich bestimmte berufliche Kompetenzen entwickeln wollte. Nun, manchmal muss ein Mensch einfach von vorne anfangen…

Man muss sehr hart arbeiten und natürlich variieren die Tage. Was ist der ideale Arbeitstag für Sie? Wie muss er verlaufen, damit Sie sich am Abend als dieser glückliche Mensch fühlen, der heute alles erreicht hat?
Ein perfekter Arbeitstag ist, wenn alle Ziele erreicht werden, die Kunden mit den Lieferzeiten und der Produktqualität zufrieden sind und wir, die Mitarbeiter von Specta, so zusammengearbeitet haben, dass das Unternehmen besser ist als gestern.

Und wie sollte der perfekte Tag für Sie in Begleitung Ihrer Familie sein?
Meine Familie und ich sind alle zusammen in unserem Ferienhaus, köstliches Essen, Freizeit und eine Möglichkeit zum Entspannen…

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